Hey Ayatollah
Laut einer Greenpeace-Studie ist Apple von den weltweit Top-18 der Elektronik-Branche das “grünste” Unternehmen.
Hm.
Ist ja auch klar. Schließlich sind die meisten Apple-Produkte weiß, und genau wie das arktische Eis reflektieren iPod, MacBook und Co. somit viel mehr Sonnenlicht zurück ins All als die Konkurrenz.
So einfach kann Klimaschutz sein!
Ähm…
In Berlin sind im letzten Jahr ca. 300 Autos abgefackelt worden. Mit Hamburg, einer weiteren Hochburg dieser Aktionen, sind es zusammen vielleicht 500 Autos.
Ist das viel?
Nunja. In Frankreich brannten 1137 Autos. Und zwar allein in der Neujahrsnacht.
Insgesamt etwa 40.000 (in Worten: vierzigtausend!) Autos haben sich im 2009 in Frankreich in Rauch aufgelöst.
Und was machen die Deutschen, anstatt sich daran ein Beispiel zu nehmen? Sie erfinden die teure Abwrackprämie.
Eine kleine Leseempfehlung zwischendurch: Standardsituationen der Technologiekritik.
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Grandios. Mitreißend. Zum Heulen schön. Das sind so die ersten Worte, die mir einfallen, wenn ich an Avatar denke, den ich mir heute Abend angesehen habe.
Klar, die Story an sich ist nicht gerade neu. Ein friedliebendes, naturverbundenes Volk wird durch eine technisch überlegene, moralisch jedoch verkümmerte Zivilisation bedrängt und aus ihren Lebensgrundlagen vertrieben. Am Ende gewinnen im finalen Kampf dann doch diejenigen, welche zuerst da waren. Dieses Szenario kann man auch mit Cowboys und Indianer verfilmen. Oder, um eher in Richtung Gegenwart zu gehen, mit südamerikanischen Regenwaldvölkern und westlichen Konzernen.
Der Plot ist ja aber auch nicht der Grund, weswegen dieses monumentale Werk aktuell so heiß diskutiert wird. Es ist die Technik, der unglaubliche Einsatz von Computereffekten. Dutzendfach konnte man in den vergangenen Wochen lesen, mit Avatar würde Cameron Maßstäbe für zukünftige Filme setzen. Und es stimmt.
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Zum einen betrifft daß die Darstellung von Umgebungen. Im Film gibt es haufenweise Szenen in einem Art Urwald. Gedreht wurde nicht irgendwo in Costa Rica, sondern ausschließlich im Studio. Die Bäume entstanden alle am Rechner. Wieso sollte in Zukunft ein Regisseur teure Sets an abgelegenen, schwer zugänglichen Orten der Erde aufbauen, wenn er die Szenerie auch am Computer nachbauen kann (und die Technik für letzteres zukünftig immer billiger werden wird)?
Zum anderen, und das wird viel spannender, die Virtualisierung von Schauspielern. In Avatar wird das noch eingesetzt, um Figuren zu erschaffen und “realitätsnah” erscheinen zu lassen, die nichtmenschlich sind. Wann wird der erste Streifen in die Kinos kommen, in dem ein virtueller Schauspieler wiederum einen Menschen darstellt, und zwar so, daß er nicht mehr vom Original zu unterscheiden ist? Es gibt garantiert genug Western-Fans, die sich für einen neuen John Wayne-Film interessieren würden.
Wer nun vorschnell diesen Trend ablehnt und sich sicher ist, daß es besser wäre, wenn Schauspieler nach wie vor unverfälscht vor der Kamera stünden, muss aufpassen, nicht in die gleiche Falle zu tappen wie der ehemalige Chef von Warner mit seinem legendären Satz “Who the hell wants to hear actors talk?“.
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Wir werden es erleben. Ich finde jedenfalls die Entwicklung sehr spannend und freue mich auf Filme in den nächsten Jahren und Jahrzehnten, die sich loslösen können von irgendwelchen Realisierungsfesseln und deren Limit allein die menschliche Phantasie ist.
Wem nun all dieses Geschwafel rund um die Technik egal ist, der kann es auch getrost ignorieren und sich auf 160 Minuten beste Unterhaltung freuen. Denn das bietet der Film definitiv.
Fazit: Avatar ist ein absolutes Muss für jeden, der Filme mag. Reingehen!
Ich wünsche euch allen ein tolles, glückliches Jahr 2010!
… wie die kleinen Kinder, echt wahr! Anstatt gegeneinander zu sticheln, sollten die mal lieber eine geschlossene Opposition darstellen. Nötig wäre es bei dem Scheiß, den die Regierung abliefert… ach ja, worauf ich anspiele, ist die Rede von Gysi vom 17.12.:
Menschen müssen ein Interesse am Schutz und am
Erhalt ihrer natürlichen Lebensgrundlage haben. Die
These, dass wir die Natur zerstören, ist falsch. Das können
wir gar nicht; so stark ist der Mensch nicht. Ich gebe
Ihnen einmal ein ganz anderes Beispiel: Sie wissen ja,
dass der französische Staat seine Atomwaffenversuche
immer im Ozean in der Nähe des Bikini-Atolls durchgeführt
hat. Dort kann von uns keiner mehr hin, weil dieses
Gebiet stark kontaminiert ist.(Renate Künast [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]:
Da darfst du gar nicht hinfliegen – wegen
CO2!)– Nun warte doch mal, Frau Künast. Du wirst das auch
noch verstehen.(Beifall bei der LINKEN – Renate Künast
[BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Bitterfeld lag
in der DDR und nicht in der BRD, mein Lieber!)
In Farbe:
Der Chef des größten Umweltverschmutzerlandes der Erde kann nicht länger bei einer Konferenz zur Rettung des Klimas bleiben, weil das Wetter so schlecht ist und zum Abflug zwingt…
Ich will ins Irrenhaus. Ist unter Garantie normaler als das, was man die letzten Tage in Kopenhagen bewundern durfte.

[merci, j.r.!]