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Irgendwas regt mich immer auf

NationStates

Ein Buch, das ich unbedingt noch lesen muss, ist Logoland von Max Barry. Oder, wie es im englischen Original heißt, Jennifer Government. Es geht um eine zukünftige, jedoch nicht zu weit in der Zukunft liegende Gesellschaft, die ziemlich abgedreht ist. Eskapaden des Kapitalismus, und so weiter. Ich will gar nicht auf den Inhalt eingehen – kenn ihn ja auch noch nicht :-) – wer will, lese sich eben bei Amazon ein.

Was ich eigentlich sagen wollte: Der Autor des Buches hat eine Plattform namens NationStates im Netz gegründet. Der Benutzer legt sich hier ein eigenes “Land” an, und muss regelmäßig Entscheidungen treffen, welche sich auf das Land auswirken. Dabei wird man immer mit einem konkreten Problem konfrontiert, zu welchem es mehrere “Meinungen” gibt, welche dem Staatenlenker von seinen Bürgern mitgeteilt werden. Einer dieser Meinungen muss man sich anschließen, das wird Gesetz, und hat dann Folgen.

Das kann dann zum Beispiel wie folgt aussehen; Mit diesem Problem muss ich mich gerade herumschlagen (und nicht lachen, als ich mir einen Ländernamen aussuchen musste, fiel mir gerade nichts besseres ein als mein Stadtteil…):

Politicians from a distant and obscure part of Bockenheim have been calling for the government to split Bockenheim into various semi-autonomous regions, each with an elected council to govern their designated area.

Je nachdem, wie ich mich entscheide (ich habe drei Möglichkeiten zur Auswahl), hat das Auswirkungen auf das Profil meines Landes. Welche genau, das weiß man nie. Manche Folgen waren zum Zeitpunkt, wo die Entscheidung anstand, offensichtlich, bei anderen fällt mir aber regelmäßig die Kinnlade runter.

Das Ganze ist natürlich nicht allzu ernst zu nehmen, aber Spaß macht es schon zu sehen, wo sich das “eigene Land” hinentwickelt.
Der Zeitaufwand ist wirklich minimal. Man kann zwar, muss aber nicht mit anderen Spielern interagieren (ich mach es nicht). Man kann auch einfach die pro Tag anstehenden zwei Entscheidungen angehen und sich über die wachsende und sich verändernde Gesellschaft freuen. :-)

Und zum Schluss – das aktuelle Profil von Bockenheim. Ich bin nicht über alles glücklich, aber es hätte schlimmer kommen können. :-)

The United Socialist States of Bockenheim is a huge, socially progressive nation, remarkable for its strong anti-business politics. Its compassionate population of 333 million are fiercely patriotic and enjoy great social equality; they tend to view other, more capitalist countries as somewhat immoral and corrupt.

It is difficult to tell where the omnipresent, socially-minded government stops and the rest of society begins, but it juggles the competing demands of the Environment, Education, and Social Welfare. The average income tax rate is 100%. The private sector is almost wholly made up of enterprising fourteen-year-old boys selling lemonade on the sidewalk, although the government is looking at stamping this out.

All-natural foods are becoming a major fad, scientists recently cloned the long-extinct feather-bellied otter, same-sex marriages are increasingly common, and the government is notorious for leaving citizens with almost nothing from their inheritance. Crime is totally unknown. Bockenheim’s national animal is the otter, which frolics freely in the nation’s many lush forests, and its currency is the redback.

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