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Irgendwas regt mich immer auf

Monatsarchiv für Oktober 2009

Plärr! Kreisch!

Sehr netter Werbespot:  :-)

Nächste Frage!

Heute morgen, Livestream der Vorstellung des Koalitionsvertrages der Biene-Maja-Koalition:

merkel_frage

Glatt gelogen von der ARD. Die Sendung war in vollem Gange.

Wenn man keine Ahnung hat… einfach mal die Fresse halten.

Gilt auch für Brigitte “Browser” Zypries.

Nachdem der WDR die Aufzeichnung der Zimmer Frei!-Folge mit Satiriker und Die Partei-Chef Martin Sonneborn zunächst nicht ausstrahlen (und so einfach mal so eine Viertelmillion Euro GEZ-Gebühren versenken) wollte, wurde diese nach massiven Protesten doch gesendet (spät nachts) und auch online gestellt.

Habe mir das eben mal angeschaut. Herrlich. Wie Sonneborn Christine Westermann mit ihrem pseudotiefenpsychologischem Getue auflaufen lässt – Vom allerfeinsten.

Das der WDR dies zunächst nicht senden wollte – verständlich. Nicht jeder steigt durch solch feine Ironie durch. Oder, wie es “Der Westen” schreibt:

Glaubte die Redaktion von „Zimmer frei“ ernsthaft, Oberzyniker Martin Sonneborn würde sich in die harmlos-menschelnde Welt ihrer Sendung einfügen? Würde mit ihnen sprichwortraten, Krimis lösen und sich in eine imaginäre WG wählen lassen? Wohl kaum. [...] Bei „Zimmer frei“ sollte Sonneborn als Privatmann auftreten, mimte aber meist den „Partei“-Chef. Mit der Ironie des Auftritts war Co-Moderatorin Christine Westermann sichtlich überfordert. Sonneborns (an sich großartige) Parodie eines überheblich-schmierigen Machtpolitikers stieß auf Unverständnis bei den Gesprächspartnern.

Der Sucre kommt. Eine gemeinsame Währung der süd- und mittelamerikansichen ALBA-Staaten:

500px-ALBA-Mitgliedstaaten.svg

Von einer “Südamerika-Währung” zu sprechen ist aufgrund der Abdeckung dieses Kontinents durch den Staatenbund zwar noch vermessen, aber ein Grundstein ist gelegt.

Vatikan verkaufen!

[via Gilly]

Wer Pirat spielen möchte (also, richtiger Pirat, nicht Datenschützer) der schaue sich Cutthroat Capitalism an. In dem Browsergame übernimmt man die Rolle eines somalischen Piraten. Schiffe überfallen, Geiseln nehmen und dann um Lösegeld verhandeln. “An Economic Analysis of the Somali Pirate Business Model“. Amüsant. :)

[via redblog]

Vergangenen Freitag verschlug es mich per ICE nach Süden. Zwei Reihen weiter saß ein Pärchen, offenbar auf dem Weg in den Urlaub. SIE verlieh ihrer Freude über die nächsten Tage lautstark Ausdruck (und das in einem Wagen, der als Ruhezone ausgewiesen war, aber das nur nebenbei).

Etwas trübte jedoch ihre Stimmung.

“Früher, da fing der Urlaub an mit Geld wechseln. Da hatte man noch wirklich das Gefühl, in die Fremde zu fahren. Und heute? Überall dieser Euro, alles so einheitlich. Irgendwann wird es so weit kommen, daß es nur noch eine Sprache in Europa gibt. Furchtbar!”

Ja, in der Tat. Einfach mal so nach Frankreich, Österreich oder in die Niederlande fahren zu können, ohne Geld zu wechseln, brrrr. Ein Verlassen des Staatsgebietes muss gefälligst sorgfältig geplant werden. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder einfach mal so ins Ausland fahren kann?

Früher konnte man wenigstens noch beim Einkaufen im Urlaub seine Kopfrechenfähigkeiten trainieren. Durch drei, durch neun, mal eins komma vier… Und heute? Diese junge, PISA-geschädigte Generation, die “DM” nur noch als Drogeriekette kennt, steht im Algarve-Urlaub im Supermarkt und sieht die gleichen Preisschilder wie daheim. Da verkümmert das Gehirn doch!

Nicht zu vergessen das Tauschstuben-Erlebnis! In irgendeinem versifften Räumchen dem schwitzenden Südländer ein paar Scheine hinzublättern und dank eines absurd überzogenen Wechselkurses viel zu wenig Lira, Peseten oder sonstiges Spielgeld zurückzubekommen – da konnte man glücklich wieder auf die Straße raustreten und sah seine liebgewonnenen Vorurteile bestätigt, daß es nur daheim ordentlich, gesittet und ehrlich zugeht und diese ganzen gebräunten Kerle vielleicht gut aussehen, aber im Grunde alle Ganoven sind.

Eine einheitliche Sprache nun – Was für eine Horrorvorstellung! Menschen, die sich unterhalten können, die sich gegenseitig verstehen! Wo bleibt denn da die Abgrenzung? Wir und die, so muss es sein! Alles andere führt ins Chaos, das ist doch hoffentlich jedem klar.

Was für ein Grund sollte es denn überhaupt geben, sich mit Leuten aus anderen Ländern zu unterhalten? Im Urlaub ist man bislang doch gut mit ein paar Brocken aus dem Langenscheidt ausgekommen (und eigentlich kann man doch erwarten, daß die ein bißchen deutsch können, schließlich bringen wir ihnen unser sauerverdientes Geld, oder?).

Und ansonsten? Dieses ganze Geschwafel von einer globalisierten Welt, von globalen Problemen, die kein Land allein lösen könne, das ist doch alles Bullshit. Jeder kehre erstmal vor seiner eigenen Tür.

Mir vorzustellen, daß man in Stockholm, Berlin, Paris und Lissabon die gleiche Sprache redet – grauenhaft. Schlimm genug, daß ich mit Bayern, Schwaben, Sachsen und dem restlichen Pack einen Zungenschlag teile. Ist mir schon zu viel. Wir sollten uns wieder auf die gute alte Zeit besinnen. Jedem Dorf seinen eigenen Dialekt, das Nachbardorf ist bereits Ausland. Darüber hinaus will ich eh nicht denken, denn die Welt ist böse, unheimlich und macht mir Angst.

Westerwave

I am the coming germany outside minister. No one can reach me the water!

Westerwave.

Tja. Wer den Schaden hat…

Schock

Oh Mann, Leute, sowas dürft ihr doch mit mir am späten Abend nicht machen…

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Als ich dann “Thürigen” im Teaser gelesen habe, war das Adrenalin schon unterwegs…