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Irgendwas regt mich immer auf

Ein sehenswerter Kurzfilm, u.a. mit Benno Fürmann und Ina Paule Klink.

[via gilly]

19 Kommentare zu “Wer zahlt die Rechnung?”

  1. C.Stahlam 13.12.2009 um 19:24

    Ganz nett. Was aber auch wahr ist, was im Film ja genannt wurde, ist das Energiesparlampen, bzw. Kompaktleuchtstofflampen ein beschissenes Licht ausstrahlen im Vergleich zur Glühlampe. Weiterhin gibt es Einsatzgebiete, wo ich mit einer Leuchtstofflampe nichts anfangen kann, weil sie immernoch Zeit brauchen um hell zu werden. Ein weiteres Problem, was aber kein Umweltschützer beim Namen nennen will, ist die Herstellung und die Entsorgung von diesen Sparlampen. In der Herstellung verbrauchen sie eine Menge mehr Energie als Glühlampen und weiterhin sind sie Sondermüll, weil sie Quecksilber enthalten.

  2. Blogwartam 13.12.2009 um 20:16

    Sorry, darüber diskutiere ich nicht mehr. Dafür ist es zu spät. Jahrzehntelang wurde geredet, nun ist handeln angesagt.

    Entweder man ist FÜR Klimaschutzmaßnahmen, oder man ist DAGEGEN. Wenn man DAFÜR ist, dann aber bitte vollkommen, und nicht agieren nach dem Motto “wasch mich aber mach mich nicht nass”, also Maßnahmen ja, aber nicht solche, die mich persönlich betreffen. Rauspicken geht nicht.

    Und, auf dein Beispiel bezogen: Findest du, daß das noch in Relation steht? Ganze Inselvölker wie die Malediven werden absaufen, riesige Landstriche in Afrika werden austrocknen, und du machst dir Sorgen um “beschissenes Licht”!??

  3. C.Stahlam 13.12.2009 um 21:28

    Wogegen ich bin ist diese Scheinheiligkeit die mittlerweile entstanden ist. Da werden unter dem Deckmantel des Umweltschutzes Autos verschrottet, die gut und gerne noch zehn Jahre hätten fahren können. Aber nein, man gibt den Leuten noch 2500€ dafür, dass man Unmengen an Energie verbrät, damit ihr neues Auto gebaut werden kann. Oder die Sache mit der Umweltplakette. Der meiste Feinstaub beim Auto entsteht durch den Bremsen-und Reifenabrieb. Da ist es völlig wurscht, ob ich einen Benziner oder Diesel fahre. Beide Dinge sind in meinen Augen nur Geldmacherei, die dem Umweltschutz nicht wirklich helfen. An die wirklichen Probleme geht man doch gar nicht ran. Stattdessen agiert man nach dem Motto “Kleinvieh macht auch Mist”. Aber wenn wir schon 5 vor 12 haben, dann sollte man doch wohl eher mit den grossen Sorgenkindern anfangen und nicht mit den Kleinen. Hier wird einem doch ein gutes Gewissen vergegaukelt. “Oh ich hab meinen Toyota Prius einfliegen lassen und fahre jetzt umweltfreundlich”, so wie es Paul McCartney gemacht hat. Der Mann kann in seinem ganzen Leben nicht mehr soviel fahren wie er durch das Einfliegen des Autos in die Luft geblasen hat. Aber er schläft bestimmt jeden Abend mit einem guten Gewissen ein.
    P.S.: Evtl. ist dir aufgefallen, das ich bei mir zu Hause auch Energiesparlampen verwende. Ich mach mein Nudelwasser im Wasserkocher heiss und nicht auf dem Herd. Ich weiss aber auch, dass das, was man durch Energiesparlampen im Haushalt an Energie einsparen kann, nur ein klitzekleiner Teil vom Gesamtverbrauch ist.

  4. Blogwartam 13.12.2009 um 21:36

    Zum Thema Abwrackprämie: Völlig deiner Meinung. Man hätte lieber das Geld in Häuserdämmung o.ä. stecken sollen und nicht in der Deutschen liebsten Fetisch.
    Thema Umweltplakette: Kann man drüber reden. Ich bin auch eher für eine generelle Sperrung der Innenstädte für private Autos.
    Das ändert aber nichts daran, daß es bei der CO2 Reduktion zwölf Uhr ist (fünf vor hatten wir vor ein paar Jahren). Aber nur, weil es Maßnahmen gibt, die immer noch ein wenig wirkungsvoller sind (bestreite ich ja gar nicht), auf das “Kleinvieh” zu verzichten, sehe ich nicht ein. Es ist ja keine Entscheidung entweder oder, am Ende werden wir eh beides machen müssen. Die Reihenfolge ist dann eher zweitranging – solange, und da hast du Recht, die kleineren Maßnahmen nicht zu einer Zurücklehn-Mentalität führen, frei nach dem Motto, jetzt haben wir was getan, nun können wir ausruhen.

  5. C.Stahlam 14.12.2009 um 18:11

    Bei einer Sperrung der Innenstädte, wäre ich aber auch dafür, das die Bahn und der VVS ihre Hausrechte mal überdenken. Im Moment verbieten nämlich beide den Waffentransport in ihren Wagons. Insofern bleibt mir und allen anderen Legalwaffenbesitzern deren Händler in der Stadt ist, nichts anderes übrig, als mit dem Auto in die Stadt zu fahren.
    Ganz nebenbei könnte man auch in deinem Berufsumfeld so manche Forderungen stellen. Z.B. das Verbot aller Desktop PCs. Deren Stromverbrauch ist um einiges höher, als der von Laptops. Also erlauben wir in Zukunft nur noch stromsparende Laptops.

  6. T.Stahlam 17.12.2009 um 17:49

    Entweder man ist FÜR Klimaschutzmaßnahmen, oder man ist DAGEGEN.

    Hab ich so ähnlich schon mal gehört, nur hieß es da “You are either with us – or against us!”
    Ich fahre das sparsamste Automodell mit Verbrennungsmotor, daß in Deutschland in diesem Jahrhundert erhältlich war, ich habe eine BahnCard 50 und in meiner Wohnung überwiegen die Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren die Glühbirnen bei weitem. Meine Waschmaschine habe ich auch nach dem Verbrauch ausgesucht. Aber Energiesparlampen gesetzlich vorzuschreiben, ist Blödsinn. 2%, lumpige zwei Prozent des häuslichen Energieverbrauchs gehen für Licht drauf – und über 70% für’s Heizen. Ein Verbot von elektrischen Heizungen (Nachtspeicheröfen) wäre da sinnvoller. Oder eine Aufrüstprämie bei Fenstern. Das würde was bringen.

    Wenn man DAFÜR ist, dann aber bitte vollkommen, und nicht agieren nach dem Motto “wasch mich aber mach mich nicht nass”, also Maßnahmen ja, aber nicht solche, die mich persönlich betreffen. Rauspicken geht nicht.

    Wo sind sie denn, diejenigen, die ein Verbot von Elektroherden zugunsten von Gasherden fordern? Wo sind denn diejenigen, die ein Verbot von Ottomotoren zugunsten von Dieseln fordern? Oder ein Verbot von Waschmaschinen, die nicht an das Warmwassernetz angeschlossen sind? Oder Atomkraft statt Braunkohle?

    Ganz oder garnicht? Haha, das Verbot der Glühlampen ließ sich nur einfacher durchsetzten. Pure Effektkascherei und verschwendete Mühe.

    Energiesparlampen gehören in den Sondermüll. Und wieviele von denen werden ihren Weg tatsächlich dahin finden? In einem Land, in dem die Gurte schon klicken und die Handys hochgefahren werden, wenn das Flugzeug noch auf dem Taxiway ist und grad eben gesagt wurde, daß man es nicht machen soll? Naja, Quecksilber ist halt nicht klimaschädlich, oder?

    Ich bin mal gespannt, wie es in 20-50 Jahren aussieht. Ob all die Maßnahmen was gebracht haben werden. Oder man zugeben werden muß, daß die Klimaänderung doch kein Menschenwerk war, sondern unabwendbar, weil von der Sonnenaktivität ausgelöst.

    Nein, das würden sie (die Politiker) nie zugeben. Sie werden mehr und strengere Maßnahmen fordern, anstatt die Energie (hier die menschliche Schaffenskraft gemeint) dazu zu verwenden, daß man lernt, sich anzupassen. Das die Polkappen des Mars gerade auch abschmelzen, würden die eher als Beweis für Marsmännchen deuten.

  7. Blogwartam 17.12.2009 um 17:56

    “… anstatt die Energie (hier die menschliche Schaffenskraft gemeint) dazu zu verwenden, daß man lernt, sich anzupassen.”

    Interessante Herangehensweise. Wir müssen mal mit den Eisbären und anderen bedrohten Tierarten reden. Die müssen sich einfach nur schneller anpassen!

  8. T.Stahlam 18.12.2009 um 07:04

    Die Eisbären haben übrigens die letzten Warmzeiten ganz gut überlebt. Das diese – und andere Tiere – in ihrer Existenz bedroht sind, hat andere (zugegeben: menschengemachte) Gründe.

    Nochmal: Ich fordere nicht, nichts zu tun. Ich fordere, etwas zu tun, das auch wirklich was bringt und nicht Effekthascherei ist!*

    Und das fordere ich nicht, wegen einem angeblich menschengemachten Klimawandel, sondern weil unsere Ressourcen schlicht begrenzt sind und man mit endlichen Ressourcen prinzipiell sparsam umgehen sollte. Ansonsten habe ich die Sorge, daß unserer Menschheit bis zum Ende des Jahrhunderts noch ganz andere Sachen ausgehen, als nur Kohle und Öl.

    *) So, wie ich gegen eine blindwütige Verschärfung des Waffengesetzes nach erweiterten Selbstmorden and Schulen bin. Diese stelle ich auf eine Stufe mit dem Glühbirnen-Verbot: bringt nix, macht sich aber nett in der Presse und Politiker können den Aktivisten sagen, daß sie doch “etwas getan haben.”

  9. Blogwartam 18.12.2009 um 09:20

    > “angeblich menschengemachten Klimawandel”
    Das “angeblich” macht mir Sorgen.

    Zu deinem Vergleich mit den Waffengesetzen: Der hinkt. Auf der einen Seite haben wir einen Vorstoß der Politik, welcher von den fachlich involvierten Leuten als unsinnig angesehen wird. Das kann man dann durchaus als eine Art Aktionismus begreifen, da gebe ich dir recht.
    Auf der anderen Seite jedoch: Welche seriöse Umweltorganisation spricht sich aktuell gegen Energiesparlampen aus? Ich lass mich gern vom Gegenteil überzeugen, aber meiner Meinung nach: Keine.

  10. T.Stahlam 18.12.2009 um 15:59

    Wenn ich zu einem Verletzten komme, dem der Finger abgerissen wurde und dem die rote Soße gleichzeitig aus der Beinschlagader sprudelt, kann ich meine Zeit und mein Verbandzeug auf den Fingerstumpf (=Glühlampen) verschwenden oder sinnvoll auf die Beinwunde (=effektive Maßnahmen) verwenden.
    Du findest es anscheinend in Ordnung, den Finger zu verbinden. Nach dem Motto: Besser als nix.

    Glühlampen zu verbieten ist ein teurer Tropfen auf den heißen Stein.

  11. Blogwartam 18.12.2009 um 22:53

    Nö, ich will keine ODER-Verknüpfung, sondern UND. Das hab ich aber schon weiter oben geschrieben: “Es ist ja keine Entscheidung entweder oder, am Ende werden wir eh beides machen müssen.”

  12. C.Stahlam 19.12.2009 um 00:05

    Die entscheidende Frage ist doch aber, was zuerst gemacht werden sollte. Entweder das, wo man sagen kann, das man etwas gemacht hat oder eben das, was wirklich etwas bringt. Wenn nun aber mit den Glühlampen angefangen wird, (was meiner persönlichen Meinung nach völliger Blödsinn ist, das es Gebiete gibt, die deren Einsatz rechtfertigen) kann die Lage wohl doch nicht so ernst sein wie immer behauptet wird.

  13. Blogwartam 19.12.2009 um 01:01

    @CStahl:
    So kann man das sehen. Ich sehe es nicht so. Wenn wir schon die Verletzten-Analogie bis zum Exzess bemühen, verdeutlicht es vielleicht das hier:
    Wenn ich nicht weiß, wie schmerzempfindlich der Patient ist, dann gehe ich erst an die kleinere Wunde. Bleibt er ruhig, kann ich auch die große versorgen. Schreit er aber, weiß ich, daß ich vor der großen Wunde anästhesieren muss, denn sonst bestünde Gefahr, daß er in Ohnmacht fällt.
    Ich weiß, daß das medizinisch absoluter Käse ist, es ist ja auch nur eine Analogie.
    Also: Jeder, der schon bei dem geringen Eingriff Sparlampen aufheult und jammert und sich über die Lichtqualität und sonstige Kinkerlitzchen beschwert, zeigt damit nur, daß er bei den großen Themen noch viel mehr schreien würde. Er gehört also anästhesiert, und daß heißt im politischen: Mit anderen Themen beruhigt.
    Wie wäre es, ihr beide bekommt jeweils eine Pistole frei, dürft sie mit euch herumschleppen, seid zufrieden und wir müssen nicht mehr über Klimaschutzmaßnahmen disktutieren, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. Klingt doch gut, oder?
    Bin aber leider kein Politiker…

  14. C.Stahlam 19.12.2009 um 01:14

    Wie schon gesagt, es gibt Gebiete, die den Einsatz von Energiesparlampen rechtfertigen. Nämlich dort, wo das Licht lange an bleibt und nicht andauernd für sehr kurze Zeit an und aus geschalten wird. Wenn aber jemand z.B. in seine Speisekammer geht um ein Glas Gurken zu holen, braucht er für kurze Zeit helles Licht. Eine Energiesparlampe braucht aber nun mal eine gewisse Zeit, um hell zu werden. Desweiteren haben diese Lampen eine sehr hohe Zündspannung und damit einen hohen Zündstrom. Wenn man nun eine Energiesparlampe dauernd ein und ausschaltet, braucht sie mehr Strom, als eine herkömmliche Glühlampe.
    Weiterhin gibt es Berufsgruppen, die ein sehr natürliches und farbechtes Licht benötigen. Graphiker, Werbeleute oder auch Schmuckhändler. Und die beste Alternative zu Sonnenlicht, ist nunmal die Glühlampe.
    Was hälst du nun eigentlich von meinem Vorschlag Desktop PCs zu verbieten und nur noch Laptops zuzulassen.

  15. Blogwartam 19.12.2009 um 01:24

    Speisekammer: LEDs?
    Schmuckhändler und Konsorten: LEDs!?
    Desktop vs. Laptop: Zumindest Leistungsobergrenzen für im Computerbereich verwendete Netzteile festzulegen wäre sinnvoll (Laptop ist ja strenggenommen eine nicht fest definierte Gehäuseart, da bringt eine so formulierte Bevorzugung nichts).

  16. C.Stahlam 19.12.2009 um 01:36

    Du meinst diese LEDs die im Moment nicht mal hell genug sind um eine Vitrine zu beleuchten? Ausser man nimmt natürlich ein paar dutzend von den Clustern.
    Bleibt aber immernoch das Problem mit dem künstlichen Licht. Die Lichtfarbe einer LED kann man nur durch das verwendete Material beeinflussen oder durch die Farbe der Plastikhaube. An die Lichtechtheit einer Glühlampe kommen die LED Lampen aber trotzdem nicht ran.
    Die Glühlampe ist strenggenommen auch nur ein Leuchtmittel, genauso wie eine Energiesparlampe oder eine Quecksilberdampflampe. Ist also alles eine reine Definitionssache. Nur das die Glühlampe bald komplett verboten werden soll, ohne das man über eine maximale Leistungsobergrenze nachgedacht hätte.

  17. C.Stahlam 19.12.2009 um 01:41

    Es gibt natürlich die Hochleistungs LEDs wie von CREE z.B.. Diese Kosten allerdings noch ein heiden Geld und sie haben den Nachteil, das sie zwar eine Punktfläche sehr gut ausleuchten können, aber wenn es um grosse Flächen geht, stossen sie an ihre Grenzen. Weiterhin können sie für Kinder schädlich sein, da sie ein wirklich verdammt helles Licht ausstrahlen, was für Kinderaugen gefährlich werden kann. Steht sogar auf der Bedienungsanleitung von meiner LED Taschenlampe.

  18. T.Stahlam 19.12.2009 um 11:57

    Sag mal, Chrtistian, irre ich mich oder ist das Lichtspektrum einer Glühlampe kontinuierlich und das von Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen und LEDs diskret bzw. mit Lücken?

    Die Umwelt bzw. unsere Erde ist dieser Verletzte. Würde man das Verbandmaterial und die zur Verfügung stehende Zeit auf die Beinwunde verwenden, könnte sie durchkommen. Verschwendet man beides auf den Finger, sagt sie “Vielen Dank für die Mühe, aber ich geh trotzdem drauf.”

  19. T.Stahlam 28.12.2009 um 10:23

    Laut Lightcycle – einer Organisation für die Sammlung von Kompaktleuchtstofflampen – werden in Deutschland sagenhafte zehn Prozent der Lampen ordnungsgemäß entsorgt, das Quecksilber der restlichen 90% wird also freigesetzt.

    Das erstaunt sogar mich. Ich dachte, hier in China sei es schlimm, nachdem ich Leuchtstoffröhren in Mülleimern und zerschlagen auf der Straße gesehen habe und mich fragte, wieviele der auch hier verbreiteten Kompaktleuchtstofflampen wohl ordnungsgemäß entsorgt werden.

    “Aber auf der anderen Seite spart man ja das Quecksilber ein, daß durch Kohleverstromung freigesetzt wird!” Schwacher Trost.

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