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Irgendwas regt mich immer auf

In diversen Medien (taz, SPON) wird momentan vom Fall Jannine Menger-Hamilton berichtet. Die junge Frau ist Tochter eines Briten und einer Italienerin. Aufgewachsen ist sie in Deutschland, sie lebt in Hannover.

Menger-Hamilton möchte nun Deutsche werden. Das Problem: Für den niedersächsischen Verfassungsschutz ist sie in der falschen Partei. Nämlich in der Die Linke. Und dort auch noch aktiv, als Pressesprecherin im Landtag.

Das geht nicht, sagt das Land, und lehnt ihren Antrag ab.

Ja, mit sowas kennt er sich aus, der deutsche Beamte. Deutscher darf nur werden, wer die entsprechende rechte Gesinnung hat. Immerhin, das Land Niedersachsen hat von Menger-Hamilton keinen Ariernachweis verlangt. Ist doch schon mal ein Fortschritt.

Ein israelisches Killerkommando schleicht sich in einen souveränen Staat und begeht dort heimtückisch einen Mord – und zu welchem Statement ringen sich die europäischen Außenminister durch?

“The killing of Mahmoud al-Mabhouh in Dubai on 20 January raises issues which are profoundly disturbing to the European Union.
This was an action which cannot be conducive to peace and stability in the Middle East.
The EU strongly condemns the fact that those involved in this action have used fraudulent EU Member States’ passports and credit cards acquired through the theft of EU citizens’ identities.
The EU welcomes the investigation by the Dubai authorities and calls on all countries to cooperate with it. The countries concerned in the EU are themselves carrying out full investigations into the fraudulent use of their passports.
The EU is committed to ensuring that both EU citizens and countries around the world continue to have confidence in the integrity of EU Member States’ passports. It believes that its passports remain among the most secure in the world fully meeting all international standards. EU Member States’ passports include a range of physical security measures to prevent forgery and abuse.”

Nicht die Tatsache, daß ein Mensch ermordet wurde, sorgt für Empörung, sondern daß die Israelis die schönen europäischen Pässe genutzt haben.

Wo bin ich hier?

Biathlon

Hey Ayatollah

Weiß gleich Grün

Laut einer Greenpeace-Studie ist Apple von den weltweit Top-18 der Elektronik-Branche das “grünste” Unternehmen.

Hm.

Ist ja auch klar. Schließlich sind die meisten Apple-Produkte weiß, und genau wie das arktische Eis reflektieren iPod, MacBook und Co. somit viel mehr Sonnenlicht zurück ins All als die Konkurrenz.

So einfach kann Klimaschutz sein!

Ähm…

In Berlin sind im letzten Jahr ca. 300 Autos abgefackelt worden. Mit Hamburg, einer weiteren Hochburg dieser Aktionen, sind es zusammen vielleicht 500 Autos.

Ist das viel?

Nunja. In Frankreich brannten 1137 Autos. Und zwar allein in der Neujahrsnacht.

Insgesamt etwa 40.000 (in Worten: vierzigtausend!) Autos haben sich im 2009 in Frankreich in Rauch aufgelöst.

Und was machen die Deutschen, anstatt sich daran ein Beispiel zu nehmen? Sie erfinden die teure Abwrackprämie.

Technologiekritik

Eine kleine Leseempfehlung zwischendurch: Standardsituationen der Technologiekritik.

Avatar

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Grandios. Mitreißend. Zum Heulen schön. Das sind so die ersten Worte, die mir einfallen, wenn ich an Avatar denke, den ich mir heute Abend angesehen habe.

Klar, die Story an sich ist nicht gerade neu. Ein friedliebendes, naturverbundenes Volk wird durch eine technisch überlegene, moralisch jedoch verkümmerte Zivilisation bedrängt und aus ihren Lebensgrundlagen vertrieben. Am Ende gewinnen im finalen Kampf dann doch diejenigen, welche zuerst da waren. Dieses Szenario kann man auch mit Cowboys und Indianer verfilmen. Oder, um eher in Richtung Gegenwart zu gehen, mit südamerikanischen Regenwaldvölkern und westlichen Konzernen.

Der Plot ist ja aber auch nicht der Grund, weswegen dieses monumentale Werk aktuell so heiß diskutiert wird. Es ist die Technik, der unglaubliche Einsatz von Computereffekten. Dutzendfach konnte man in den vergangenen Wochen lesen, mit Avatar würde Cameron Maßstäbe für zukünftige Filme setzen. Und es stimmt.

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Zum einen betrifft daß die Darstellung von Umgebungen. Im Film gibt es haufenweise Szenen in einem Art Urwald. Gedreht wurde nicht irgendwo in Costa Rica, sondern ausschließlich im Studio. Die Bäume entstanden alle am Rechner. Wieso sollte in Zukunft ein Regisseur teure Sets an abgelegenen, schwer zugänglichen Orten der Erde aufbauen, wenn er die Szenerie auch am Computer nachbauen kann (und die Technik für letzteres zukünftig immer billiger werden wird)?

Zum anderen, und das wird viel spannender, die Virtualisierung von Schauspielern. In Avatar wird das noch eingesetzt, um Figuren zu erschaffen und “realitätsnah” erscheinen zu lassen, die nichtmenschlich sind. Wann wird der erste Streifen in die Kinos kommen, in dem ein virtueller Schauspieler wiederum einen Menschen darstellt, und zwar so, daß er nicht mehr vom Original zu unterscheiden ist? Es gibt garantiert genug Western-Fans, die sich für einen neuen John Wayne-Film interessieren würden.

Wer nun vorschnell diesen Trend ablehnt und sich sicher ist, daß es besser wäre, wenn Schauspieler nach wie vor unverfälscht vor der Kamera stünden, muss aufpassen, nicht in die gleiche Falle zu tappen wie der ehemalige Chef von Warner mit seinem legendären Satz “Who the hell wants to hear actors talk?“.

Avatar

Wir werden es erleben. Ich finde jedenfalls die Entwicklung sehr spannend und freue mich auf Filme in den nächsten Jahren und Jahrzehnten, die sich loslösen können von irgendwelchen Realisierungsfesseln und deren Limit allein die menschliche Phantasie ist.

Wem nun all dieses Geschwafel rund um die Technik egal ist, der kann es auch getrost ignorieren und sich auf 160 Minuten beste Unterhaltung freuen. Denn das bietet der Film definitiv.

Fazit: Avatar ist ein absolutes Muss für jeden, der Filme mag. Reingehen!

Photos: Flickr Stream of OfficialAvatarMovie

Frohes Neues!

Ich wünsche euch allen ein tolles, glückliches Jahr 2010!

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Kim Peek

1951 – 2009

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