In diversen Medien (taz, SPON) wird momentan vom Fall Jannine Menger-Hamilton berichtet. Die junge Frau ist Tochter eines Briten und einer Italienerin. Aufgewachsen ist sie in Deutschland, sie lebt in Hannover.
Menger-Hamilton möchte nun Deutsche werden. Das Problem: Für den niedersächsischen Verfassungsschutz ist sie in der falschen Partei. Nämlich in der Die Linke. Und dort auch noch aktiv, als Pressesprecherin im Landtag.
Das geht nicht, sagt das Land, und lehnt ihren Antrag ab.
Ja, mit sowas kennt er sich aus, der deutsche Beamte. Deutscher darf nur werden, wer die entsprechende rechte Gesinnung hat. Immerhin, das Land Niedersachsen hat von Menger-Hamilton keinen Ariernachweis verlangt. Ist doch schon mal ein Fortschritt.
… wie die kleinen Kinder, echt wahr! Anstatt gegeneinander zu sticheln, sollten die mal lieber eine geschlossene Opposition darstellen. Nötig wäre es bei dem Scheiß, den die Regierung abliefert… ach ja, worauf ich anspiele, ist die Rede von Gysi vom 17.12.:
Menschen müssen ein Interesse am Schutz und am
Erhalt ihrer natürlichen Lebensgrundlage haben. Die
These, dass wir die Natur zerstören, ist falsch. Das können
wir gar nicht; so stark ist der Mensch nicht. Ich gebe
Ihnen einmal ein ganz anderes Beispiel: Sie wissen ja,
dass der französische Staat seine Atomwaffenversuche
immer im Ozean in der Nähe des Bikini-Atolls durchgeführt
hat. Dort kann von uns keiner mehr hin, weil dieses
Gebiet stark kontaminiert ist.
(Renate Künast [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]:
Da darfst du gar nicht hinfliegen – wegen
CO2!)
– Nun warte doch mal, Frau Künast. Du wirst das auch
noch verstehen.
(Beifall bei der LINKEN – Renate Künast
[BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Bitterfeld lag
in der DDR und nicht in der BRD, mein Lieber!)
Die Schwerverbrecher Heckhoff und Michalski sind nach Informationen der “Bild”-Zeitung wieder aufgetaucht. In der vergangenen Nacht hätten sie ein älteres Ehepaar in deren Haus in Essen-Werden überfallen, berichtete das Blatt am Samstagabend. Die Polizei in Köln bestätigte der Nachrichtenagentur dpa, dass die beiden Ausbrecher sich ein Auto verschafft hätten, mit dem sie auf der Flucht seien. Es handele sich um einen dunklen BMW. Allerdings stehe nicht fest, dass die Überfallenen ein Ehepaar seien.
Ja nee, das ist ja auch wichtig, ob die Überfallenen verheiratet sind oder in wilder Ehe leben…! *doh*
Wenn es dabei bleibt, sind die Piraten mit 1.9%aus dem Stand die stärkste Gruppierung der Parteien geworden, die es nicht in den Bundestag geschafft haben. Herzlichen Glückwunsch!
Übrigens: Die Grünen erreichten bei ihrer ersten Bundestagswahl 1.5%. Die Entwicklung in den Folgejahren kennt jeder.
Ich habe nicht alle Ressorts besetzt. Gespart habe ich mir unter anderem:
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Gesundheit
Justiz
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Nicht, weil ich diese Bereiche für unwichtiger halte, sondern weil ich mich zum einen teilweise nicht zu einer Entscheidung durchringen konnte, und zum anderen, weil mir bei ein paar Ressorts kein einziger Kandidat eingefallen ist. :-)
Ich gebe es zu: Beim Amt des Bundeskanzlers musste ich nicht lange überlegen. Eigentlich stand mein Kandidat von Anfang an fest.
Der Bundeskanzler ist schon ein ganz anderes Kaliber als seine Minister. Er steht an der Front. Sagt, wo es langgeht. Repräsentiert. Da kann man nicht irgendeinen Hinterbänkler aufstellen. Die Auswahl beschränkt sich dann doch auf ein gutes Dutzend Personen, im wesentlichen die Spitzenpersonen der etablierten Parteien.
Bei den Ministerposten, die ich “vergeben” habe, hab ich mir immer eine Frage gestellt: Hat die jeweilige Person eine gewisse Beziehung zu seinem (oder ihrem) Ressort? Würde sie, soweit man das abschätzen kann, bei einer Fachentscheidung vernünftig entscheiden? Ich hab mir Publikationen durchgelesen, mich durch das Redenarchiv des Deutschen Bundestages gewühlt und ausgiebig abgeordnetenwatch.de genutzt.
Bei dem Bundeskanzlers meines Wunschkabinetts hingegen habe ich nichts davon getan. Ich habe mich nur gefragt: Welchem der in Frage kommenden Leute würde ich vertrauen?
Vertrauen darauf, daß er die Gesellschaft zusammenhalten will? Vertrauen darauf, daß nicht leichtfertig über Krieg oder Frieden entschieden wird? Vertrauen darauf, daß der Kanzler die nötige Ruhe behält und weiterträgt, sollte mit diesem Land etwas unvorhergesehenes geschehen?
Aber auch: Vertrauen in seine Repäsentationsfähigkeiten. Vertrauen daß er in der Lage ist, mit diesem bunten Haufen, die ich ihm als Wunschkabinett vorsetzen würde, klarzukommen.