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Irgendwas regt mich immer auf

Archiv für das Tag 'usa'

2010

Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man SF Filme oder Bücher in dem Jahr schaut bzw. liest, in welchem sie handeln. Ich schwanke dann immer zwischen Entsetzen, wie alt ich schon geworden bin, und Enttäuschung, wie wenig weit es meine Mitmenschen doch gebracht haben, verglichen mit den dargestellten Errungenschaften der Geschichten.

2010

Gestern gesehen: 2010.  Natürlich nicht das allererste Mal, aber das erste Mal in diesem Jahr. Im Jahr 2010…

Die politischen Voraussagen des Films sind in die Hose gegangen, zugegeben. Es gibt heute keine starke UdSSR mehr, welche als gleichstarker Partner neben den USA auftritt. Aber vielleicht nimmt ja China in ein paar Jahren diese Rolle ein?

Und die technischen Visionen… okay. Eine bemannte Reise zum Jupiter ist heute immer noch Zukunftsmusik. Wir waren ja noch nicht mal auf dem Mars. Da hinken wir ziemlich hinter den Visionen von Arthur C. Clarke hinterher. Aber nicht, weil wir es nicht besser könnten, sondern weil wir dumm sind:

Die Kosten, um ein Team auf den roten Planeten zu schicken, werden derzeit mit ca. 500 Milliarden Dollar veranschlagt.

Klingt das nach viel?

Der Irakkrieg hat die USA übrigens bisher über 600 Milliarden Dollar  gekostet.

Rote Gefahr

Und wieder mal eine Knaller-Meldung aus dem Land der begrenzten Unmöglichkeiten. Verzweifelt habe ich bei dem zugehörigen Artikel auf SPON nach einem Hinweis auf einen Aprilscherz gesucht, aber dem ist leider nicht so. Man findet die Geschichte auch beim zitierten TV-Sender von Kansas City.

Kristen McCorkle

Kristen McCorkle

Hier zu sehen: Kristen McCorkle, ein 14jähriges Mädchen aus der achten Klasse einer Schule in Kansas. Was an ihr ungewöhnlich sein soll? Also, ich bitte Sie, schauen Sie doch noch mal genauer hin! Bemerken Sie nicht die gefärbten Haarsträhnen? In Rot? In einem dermaßen grellen Rotton, daß man eigentlich nicht anders kann, als permanent da drauf zu starren? Man kann sich quasi auf überhaupt nichts mehr anderes konzentrieren, nicht wahr? Und das ist auch so, wenn man nur mit ihr zusammen in einem Raum ist. In einem Klassenraum, beispielsweise. Ein Lehrer, neunzehn brave Schüler und Kristen McCorkle, da ist doch nun wirklich kein geordneter Unterricht mehr möglich, meinen Sie nicht auch!?

Genau, daß sah die Leitung ihrer Schule genauso, und deswegen wurde dieses ach so rebellische Mädchen (daß, anbei, zu den Besten ihrer Klasse gehört – aber daß ist ja egal, wenn man sich die Farbe von verdächtigen politischen Bewegungen in die Haare schmiert) vom Unterricht suspendiert. Weil, so die Begründung, der Lernprozess der gesamten Gruppe gefährdet sei.

Nun ja.

Vielleicht sollte man spezielle Kleidungsvorschriften erlassen. Diverse US-Bevölkerungsgruppen machen es doch schon vor, wie man hier vorgehen könnte.